"Genozid im Sudan? Stimmen zur aktuellen Lage", Veranstaltung im ZeitZentrum für Zivilcourage Hannover, 22.06.2026
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Zum Weltflüchtlingstag findet die Veranstaltung mit Fokus auf der aktuellen Lage im Sudan.
Ort
ZeitZentrum für Zivilcourage, Hannover, Theodor-Lessing-Platz 1a
Wann
22.06.2026, 18-20 Uhr
Titel
Genozid im Sudan? Stimmen zur aktuellen Lage
(Vorläufiges) Programm
- Grußworte)
- Landeshauptstadt Hannover
- Vertretung vom Sudan Forum Hannover
- Über die sudanesische Präsenz in Hannover
- Historische Einordnung der Lage im Sudan und aktuelle Lage
Sudanesische Musik
- Interview mit 2 Zeugnissen über die Lage im Sudan und Deutschland
- Frage vom Publikum
Im Nachgang an den inhaltlichen Teil sudanesisches Essen (Fingerfood) + sudanesische Musik.

Bild: Eine Frau in einem Vertriebenenlager bei Tawila in Nord-Darfur (Juli 2025) (Quelle: Ahmed, Wikimedia Commons )
Interview mit Dr. Bakry Eljack Elmedni, Sprecher für die sudanesische Bewegung "Somoud - Civil and Democratic Alliance", über die Lage im Sudan
- Details

(Quelle: https://www.elm-mission.net/news/ich-muss-ihnen-sagen-dass-die-lage-schrecklich-ist)
Das Interview mit ihm führte Tobias Schäfer-Sell, Referent für Advocacy und ökumenische Zusammenarbeit mit Malawi im Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) am 7. Februar 2026. Aus dem Englischen (siehe Originalversion)
Prof. Bakry, der Krieg im Sudan begann im April 2023, also vor fast zwei Jahren, und ihm gingen andere Kriege und militärische Konflikte in der Region voraus. Wie ist die aktuelle Lage im Sudan?
Es geht hier nicht nur darum, wer an die Regierung kommt. Es ist vielmehr ein Krieg um die Legitimität des Staates. Die Menschen fühlen sich durch den Staat nicht vertreten. Und wenn sie Fragen zur wirtschaftlichen Entwicklung oder zur kulturellen Repräsentation stellen, lautet die Antwort in der Regel: „Waffen“. Aber die eigentlichen Themen, die die Menschen belasten, bleiben unbearbeitet.
Man kann mit Gewalt regieren, aber man kann nicht verwalten, ohne die Probleme zu verstehen und zu versuchen, sie anzugehen. Wir hatten in der Geschichte des Sudan keine Verwalter, sondern Herrscher; ob kolonial oder postkolonial, sie wollten kontrollieren, dominieren und sicherstellen, dass niemand ihre Autorität in Frage stellt.
Und dann haben wir diese beiden mächtigen Armeen, die sich darauf geeinigt haben, die zivile Regierung zu entfernen, sich aber nicht darauf einigen konnten, wer Zugriff auf die Staatsmacht und den Reichtum hat, deshalb haben sie angefangen zu kämpfen.
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