Das sudanesische Militär unter der Führung vom General Abdel Fattah Burhan putschte. Der Ausnahmezustand wurde verhängt, der Premierminister Abdalla Hamdok und mehrere zivile Mitglieder des Souveränen Übergangsrates wurden verhaftet und unter Hausarrest gestellt. Der "Souveräne Rat" wurde aufgelöst. Offizieller Grund für den Putsch waren laut Burhan die Sorge vor chaotischen Zuständen während der aktuellen Übergangsphase und die Notwendigkeit die Sicherheit des Landes zu schützen. 

Demo gegen den Putsch in Sudan

Bild: Demo in Hannover gegen den Putsch vom 25.10.2021

Das Militär soll den demokratischen Übergang fortsetzen, bis die Macht an eine zivile gewählte Regierung übergeben werden soll. General Burhan kündigte eine Wahl für Juli 2023 an. Bis dahin soll eine unabhängige Regierung den Sudan führen.

Am 21.11.2021 wurde zwischen Putschisten und Hamdok ein Abkommen geschlossen. Der Ministerpräsident kehrt auf seinen Posten zurück und neue Mitglieder des "Souveräne Rates" wurden ernannt. Die wichtigste Zivilvertretung lehnte die Vereinbarung umgehend ab.

Seit dem Putsch werden Massenproteste gegen das Militär und das Abkommen veranstaltet. Die Lage zwischen Protestierenden und Sicherheitskräften ist sehr angespannt.